Selbständigkeit mit wenig Geld: So geht es

Viele Menschen sind daran interessiert, ein eigenes Business zu starten und damit den Grundstein für eine berufliche Selbständigkeit zu legen. Doch eine Selbständigkeit mit wenig Geld ist sehr oft nicht realisierbar. Deswegen bleibt für viele der Weg in eine Selbständigkeit nur ein weit entfernter Traum. Der Grund dafür ist: fehlende Kapitalisierung. Denn nicht selten sind Direktinvestitionen in fünfstelliger Höhe notwendig um eine Geschäftsidee umzusetzen oder eine bestehende zu übernehmen. Gar keine leichte Aufgabe, die aber die Grundvoraussetzungen dafür ist, dass ein Geschäft überhaupt aufgebaut werden kann. Denn die besten Ideen und Fähigkeiten des Gründers nützen nichts, wenn die nötigen materiellen Ressourcen nicht bereitgestellt werden können. Ebenso muss ein finanzielles Polster angelegt werden, um in den ersten Monaten seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Denn eine selbständige Tätigkeit wirft nicht sofort Gewinn ab, möglicherweise verschuldet sich der Gründer in der Anfangszeit. Doch es gibt viele Möglichkeiten, eine selbständige Tätigkeit nebenberuflich und ohne großen finanziellen Aufwand zu realisieren.

Selbständigkeit mit wenig Geld

In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Dir der Start in eine Selbständigkeit mit wenig Geld gelingt.

Selbständigkeit mit wenig Geld: Starte Deinen eigenen Blog

Selbständigkeit mit wenig Geld

So ziemlich die kostengünstigste Möglichkeit sich selbständig zu machen, ist es, einen Blog zu starten. Ein eigener Blog bietet viele Vorteile:

  • geringes Startkapital notwendig (unter 200 Euro)
  • freie Zeiteinteilung
  • nebenberufliches Arbeiten möglich
  • vielfältige Möglichkeiten zum Geld verdienen
  • eigene Kreativität realisieren

Du hast Dich dafür entschieden, einen eigenen Blog ins Leben zu rufen. Dann hast Du Dir Gedanken zu Deiner Zielgruppe gemacht und eine passende Domain ausgesucht. Du hast ein Webspace gebucht und Dir ein geeignetes Blogsystem ausgesucht.

Hier empfehle ich aus eigener positiver Erfahrung das Blogsystem WordPress. Du hast Dich mit der Installation eines WordPress Systems auseinandergesetzt und Deinen Blog erfolgreich installiert. Du hast Dir ein schickes Premium-Theme gekauft und implementiert.

Jetzt steht Deinem Vorhaben nichts mehr im Weg und Du kannst sofort mit dem Schreiben loslegen.

Hast Du dabei wirklich alles bedacht?

Bist Du ein Schreibertyp?

Selbständigkeit mit wenig Geld

Egal was man im Leben macht, man sollte persönlich und fachlich dafür geeignet sein um langfristig erfolgreich zu sein. Ein Koch sollte sich für das Kochen begeistern können und ein Mechatroniker muss technisch begabt sein und sich für Technik interessieren.

Man muss sich mit jeder Tätigkeit identifizieren können und Spaß an der Arbeit haben. Bevor Du also einen Blog startest, frage Dich zuerst, ob Dir das Schreiben liegt. Könntest Du Dir ein langfristiges Schreiben vorstellen?

Bist Du jemand der sich seine E-Mails und Geschäftsbriefe immer von anderen schreiben ließ? Hast Du Schwierigkeiten damit, längere Texte ohne fremde Hilfe zu verfassen? Kurz gesagt, bist Du jemand, dem das Schreiben absolut nicht liegt, dann ist ein Blog für Dich die falsche Wahl.

Es gibt natürlich Möglichkeiten, dieses Manko zu umgehen. Man kann sich seine Texte gegen Bezahlung auch schreiben lassen. Doch aus vielen Gründen, halte ich diese Möglichkeit für nicht sehr zielführend und rate davon ab.

Wenn das Bloggen für Dich absolut nicht in Frage kommt, solltest Du Dir überlegen, wo Deine Talente eher liegen. Vielleicht kannst Du gut sprechen und Dich artikulieren. In diesem Fall wäre ein YouTube Kanal für Dich die richtige Wahl.

Auch hier hast Du Möglichkeiten, Dir eine Selbständigkeit mit wenig Geld aufzubauen.

Suche Dir eine konkrete Zielgruppe

Du bist zum Entschluss gekommen, dass das Schreiben das absolut richtige für Dich ist. Du möchtest unbedingt ein Blogger werden. Herzlichen Glückwunsch!

Jetzt musst Du für Dich herausfinden, über was Du schreiben möchtest und schreiben kannst. Wenn Du, sagen wir mal, eine begeisterter Gamer bist, dann wird es wenig Sinn haben, über Fitness zu schreiben.

Schreibe über das was Du magst und was Du gut kannst. Schreibe über Themen, die Dich auch in einigen Jahren, ja, sogar in einigen Jahrzehnten noch interessieren werden. Mein Tipp an angehende Blogger:

Überlegt es euch, ob ihr unbedingt zum Thema Schwangerschaft bloggen wollt.

Eine Schwangerschaft ist nur für einige Zeit ein Thema. Nach der Schwangerschaft habt ihr keine Themen mehr über die ihr schreiben könnt. Dasselbe gilt auch für alleinerziehende Väter. Ihr solltet an die Zeit denken, in der ihr nicht mehr alleinerziehend seid.

Hier muss man sich wirklich ein nachhaltiges Thema suchen.

Der nächste Punkt ist die Konkretisierung der Zielgruppe. Mache es nicht nach dem Motto: Ich zeige Dir wie Du in acht Wochen ein Sixpack bekommst. Dann zeige ich Dir wie Du Dein Linux Betriebssystem installierst und ganz nebenbei zeige ich Dir, wie Du Brötchen backst.

Eine solche Themenvielfalt funktioniert nicht.

Natürlich kannst Du zusätzlich zu einem konkreten Blogthema, auch über verwandte Themen schreiben. Du schreibst beispielsweise über Fitness, also gehört die Ernährung obligatorisch dazu. Auch kannst Du Fitnessgeräte testen oder Sportkleidung empfehlen.

Aber Du solltest nicht vollkommen fremde Themen behandeln.

Ein Blog braucht Zeit, viel Zeit …

Selbständigkeit mit wenig Geld

Nachdem Du Deinen Blog aufgebaut und gestartet hast, fragst Du Dich womöglich, wann Du mit ersten Einnahmen rechnen kannst. Bevor ich auf diese Frage eingehe, zeige ich Dir, welche Möglichkeiten sich bieten, mit einem Blog Geld zu verdienen:

  • Google AdSense Werbung
  • Affiliate-Marketing
  • eigene digitale und physische Produkte verkaufen

Als ich meinen Blog gestartet habe, habe ich mir die Messlatte sehr niedrig gesetzt. Ich sagte mir, wenn ich erst nach sechs Monaten den ersten Euro verdiene, dann bin ich auf dem richtigen Weg. Tatsächlich habe ich den ersten Euro bereits nach drei Wochen durch Affiliate verdient.

Ja, so leicht geht Geld verdienen im Internet. Doch obwohl ich die Messlatte relativ niedrig gesetzt habe, habe ich vom ersten Tag an richtig Gas gegeben. Ich habe ein intensives Blogmarketing auf Social Media betrieben. Ich habe meine Artikel regelmäßig in Facebook Gruppen gepostet.

Weiter habe ich meinen Blog in RSS-feeds und Webverzeichnisse eingetragen und mir einen Twitter-Account eröffnet und meine Artikel dort gepostet. Auch habe ich viele Backlinks aufgebaut und meine Artikel nach SEO-Vorgaben optimiert.

Wie Du siehst, habe ich den ersten Euro nicht nur umgesetzt, sondern wirklich verdient.

Doch wie lange es im Allgemeinen dauert bis man die ersten Umsätze mit seinem Blog macht, das kann niemand genau sagen. Damit Du zahlende Kunden für Deinen Blog generierst, musst Du erstmal Besucher generieren.

Daher musst Du erstmal einen hochwertigen Content anbieten und für Deinen Blog Marketing betreiben. Nur wenn Dein Blog einen Mehrwert für den Leser bietet, werden auch Besucher und zukünftige Kunden kommen.

Mit einem Blog wirst Du nicht über Nacht reich, aber es macht Spaß und bestätigt Dich, wenn Du die ersten Umsätze machst.

Bloggen ist kein Hobby, es ist Arbeit

Bloggen kann ein Hobby sein. Wenn eine Hausfrau wöchentlich ihre neuesten Backrezepte postet und ihren Blog nicht monetarisieren möchte, dann ist es definitiv ein Hobby. Somit besteht keine Gewinnerzielungsabsicht und der Blog ist nicht anmeldungspflichtig.

Doch wir gehen hier davon aus, dass eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt und Du langfristig mit Deinem Blog Geld verdienen möchtest. Dabei ist es unerheblich, ob es ein Nebengewerbe bleibt oder langfristig ein Hauptgewerbe wird.

Sobald Du Deinen Blog gewerberechtlich betreibst, musst Du Dich mit steuerrechtlichen und unternehmerischen Vorschriften befassen. Kurz gesagt – Du bist Unternehmer und musst wie ein Unternehmer handeln.

Auch wenn Du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst und in Dein neues Unternehmertum nur hineinschnupperst. Das verringert nicht Deine Verantwortung gegenüber Deinen Lesern, Kunden und Dir selbst.

Warum Dir selbst? Ganz einfach. Als Angestellter bekommst Du von Deinem Arbeitgeber gesagt, was zu tun ist. Als selbständiger Unternehmer schaffst Du die Arbeit an. Du trägst die Verantwortung. Niemand gibt Dir den Ablauf vor, sondern Du musst Dich selbst organisieren.

Ich gebe zu, es hat einige Vorteile zu Bloggen. Alles was ich für meine Bloggertätigkeit brauche, ist ein Notebook und Internetanschluss. Wobei letzteres nicht immer zwingend notwendig ist.

Meine Artikel kann ich erstmal offline schreiben und später nach wichtigen Daten online recherchieren. Somit kann ich wirklich von überall aus arbeiten. Sehr oft nehme ich mein Notebook zum Wandern mit, suche mir im Wald eine Sitzmöglichkeit und schreibe Artikel.

Einfacher geht es wirklich nicht.

Doch ich habe auch eine Verpflichtung gegenüber meinen Lesern. Ich habe einen festen Wochentag an dem der wöchentliche Artikel erscheint. Die Leser verlassen sich und warten darauf. Da kann ich nicht sagen: „Das ist mein Hobby, ich habe in dieser Woche keine Lust zu schreiben.“

Wenn man mit dem Bloggen Geld verdienen möchte, muss man es als Arbeit sehen. Aber eine angenehme Arbeit.

Fazit zur Selbständigkeit mit wenig Geld

Eine Selbständigkeit mit wenig Geld ist möglich und wird auch von vielen Menschen realisiert. Wer für sich ein passendes Konzept entwickelt und den nötigen Ehrgeiz mitbringt, kann im Netz Geld verdienen.

Es muss nicht immer eine klassische Selbständigkeit mit einem hohen Startkapital sein. Dennoch muss man sich im Klaren sein, dass auch eine Selbständigkeit mit wenig Geld Risiken mit sich bringt.

Das unternehmerische Risiko wird nicht dadurch verringert, dass man mit einem geringen Startkapital anfängt.

Die unternehmerischen Tugenden wie Geduld und Durchhaltevermögen sind immer die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Selbständigkeit.

Sladjan Lazic

Sladjan ist Blogger aus Leidenschaft und Gründer von Karriereboss.de. Interessiert an den Themen Wirtschaft, Geschichte und Informatik, bloggt er seit 2017 über Arbeit, Karriere und digitale Medien. Zuvor war er 16 Jahre als Fachkraft für Schutz und Sicherheit tätig.
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