Karriere als Polizist: Berufsperspektiven als Polizeibeamter/in

Sehr viele Jungs und Mädels träumen davon, eines Tages Polizist zu werden. Für Kinder übt die Uniform der Polizeibeamten eine besondere Faszination aus. Elegant, bunt aber auch martialisch zugleich. Dann noch die Fahrzeuge der Polizei mit dem Blaulicht – selbst als Erwachsener kommt man immer wieder ins Staunen. Und so träumt man schon im Kindesalter von einer Karriere als Polizist. Für die Guten zu arbeiten muss jedoch kein Traum bleiben, eine Karriere als Polizist ist für gute Schulabgänger durchaus eine Alternative.

Karriere als Polizist

In diesem Artikel erfährst Du, welche Berufsperspektiven Dir eine Ausbildung als Polizist und eine Karriere im Polizeivollzugsdienst bieten kann.

Karriere als Polizist: Polizei ist nicht gleich Polizei

Bevor man eine Karriere als Polizist einschlägt, muss man sich die Organisation der Polizeibehörden genauer anschauen.

Auch wenn man von jeder Polizeibehörde immer nur als der Polizei spricht, so gibt es wesentliche Unterschiede. Polizei ist nicht gleich Polizei.

Deutschland ist ein Föderalstaat und nach dem Subsidiaritätsprinzip aufgebaut.

Neben der Bundespolizei und der Polizei des Deutschen Bundestages hat jedes Bundesland die eigene Landespolizei. Das Bundeskriminalamt (BKA) ist eine weitere Behörde die in der Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern die Kriminalitätsbekämpfung koordiniert.

  • Das Bundeskriminalamt (BKA) koordiniert mit den Landeskriminalämtern die Kriminalitätsbekämpfung.
  • Die Bundespolizei sorgt für die Sicherheit der Bundesgrenze, der Flughäfen und von Bahnhöfen.
  • Die Landespolizei ist die Polizeibehörde des Bundeslandes und übt klassische Polizeiaufgaben in ihrem jeweiligen Bundesland aus.
  • Der Deutsche Bundestag hat seine eigene Polizei, die die Hoheitsgewalt im und um das Gelände des Bundestages ausübt.

Bevor man sich für eine Karriere als Polizist entscheidet, sollte man sich die Perspektiven der einzelnen Polizeibehörden genau anschauen und die Vor- und Nachteile abwägen.

Karriere als Polizist: Ausbildungsvoraussetzungen

Innerhalb der Polizeibehörden gibt es viele verschiedene Laufbahnen. Der Beruf des Polizisten wird allgemein als Polizeivollzugsbeamter im mittleren Dienst bezeichnet.

Karriere als PolizistBewerber die eine Karriere als Polizist anstreben, müssen den mittleren Schulabschluss (Realschule) in der Tasche haben.

Nach der Bewerbung folgt ein harter Einstellungstest, der die allgemeine Intelligenz und die körperliche Fitness des Bewerbers auf den Prüfstand stellt.

Polizeibeamten haben in ihrer täglichen Arbeit viel mit Schriftverkehr zu tun. Berichte und Protokolle müssen verfasst und Sachverhalte richtig wiedergegeben werden.

Rechtskenntnisse aus dem Strafrecht und anderen Gesetzen müssen in der Praxis angewendet werden.

Sind alle Tests bestanden, wird der Bewerber einer polizeiärztlichen Untersuchung unterzogen. Erst wenn diese bestanden wurde, steht der Karriere als Polizist nichts im Weg und kann mit der Ausbildung begonnen werden.

Karriere als Polizist: Ausbildung

Die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamter im mittleren Dienst erfolgt dual bei den Polizeiakademien der Bundesländer und dauert zweieinhalb Jahre.

Bei der Bundespolizei ist das die Bundespolizeiakademie.

Die Ausbildung zum Polizisten in der Polizeiakademie vermittelt Kenntnisse u. a. in folgenden Bereichen:

  • Strafrecht
  • Verkehrsrecht
  • Kriminalistik.

Der Sportunterricht sowie allgemeine Fächer wie Deutsch und Geschichte sind genauso ein elementarer Bestandteil des Lehrplans.

Die Ausbildung ist im ersten Jahr sehr theoretisch und wird ab dem zweiten Ausbildungsjahr mehr durch die Praxis geprägt. Angehende Polizisten durchlaufen Praktika in verschiedenen Bereichen, wie z. B. bei der Bereitschaftspolizei.

Die Polizeischüler bekommen im Praxisalltag die typischen Herausforderungen und Probleme des Polizeiberufes mit und können sich ein Bild von der Karriere als Polizist machen.

Karriere als Polizist: Nach der Ausbildung

Ist die Ausbildung erfolgreich beendet, erwartet den frisch gebackenen Polizisten ein spannender aber auch harter Alltag.

Die Gesetzlosigkeit schläft nie – daher muss die Polizei rund um die Uhr im Schichtdienst für die Bürger da sein.

Schichtdienst
Polizisten arbeiten im Schichtdienst, an Wochenenden und an Feiertagen.

Dies muss einem angehenden Bewerber bewusst sein, bevor man sich für eine Karriere als Polizist entscheidet. Von einer geregelten Arbeit von Montag bis Freitag kann im Polizeidienst keine Rede sein.

Karriere als PolizistWer eine ausgeglichene Work-Life-Balance sucht, sollte keine Karriere als Polizist einschlagen.

Die tägliche Arbeit ist durch Streifenfahrten, Streifendienst, Personenkontrollen aber auch durch normale Kommunikation mit den Bürgern geprägt. Oft hat man es mit Betrunkenen in der Stadt zu tun, muss Platzverweise erteilen oder gar Personen fixieren und festnehmen.

Viele zeigen keine Einsicht für ihre Handlungen und fordern die Polizei heraus. Hier muss man als Polizist ein ausgeprägtes Fingerspitzengefühl haben und auch in brenzligen Situationen ruhig bleiben.

Ein Teil der Arbeitszeit entfällt auf den Schriftverkehr. Protokolle und Strafanzeigen müssen für den Staatsanwalt geschrieben werden. Dies ist nicht immer der angenehme Teil des Dienstes, gehört aber dazu, wenn man eine Karriere als Polizist einschlägt.

Als Polizist ist man grundsätzlich Waffenträger und wird an der Schusswaffe ausgebildet. Regelmäßig findet Schießtraining statt.

Als Polizist wird man irgendwann in die Situation kommen, von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen.

Der Schusswaffengebrauch muss nicht zwingend gegen Menschen erfolgen, dieser kann auch gegen gefährliche Hunde gerichtet sein.

Als angehender Bewerber sollte man sich auch der Tatsache bewusst sein, dass eine Schusswaffe gegen einen Polizisten gebraucht werden kann.

Diese Berufsrisiken sollte man bedenken, wenn man sich für eine Karriere als Polizist entscheidet.

Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten

Die Karriere als Polizist bietet vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten.

Zu unterscheiden sind 2 Laufbahnabschnitte:

  • Laufbahnabschnitt I für den mittleren Polizeivollzugsdienst
  • Laufbahnabschnitt II für den gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Der erste Laufbahnabschnitt ist für Bewerber mit dem Realschulabschluss. Der zweite Laufbahnabschnitt setzt die Fachoberschulreife oder das Fachabitur voraus. Danach erfolgt ein duales Studium an der Polizeifachschule.

Im gehobenen Dienst verdient man mehr Geld und übernimmt höhere leitende Funktionen.

Auch wenn man als Polizeibeamter grundsätzlich beim Staat angestellt ist, heißt es nicht, dass man arbeitslos wird, wenn man seinen Dienst als Polizist kündigt.

Viele ehemalige Polizeibeamte gehen danach in die private Sicherheit und übernehmen dort Führungsaufgaben.

Auch wenn seine Karriere als Polizist beendet, wird man nicht arbeitslos.

Karriere als Polizist – Fazit

Der Job des Polizisten ist zugleich spannend und interessant, aber auch gefährlich und stressig.

Wer lieber einen geregelten Job von Montag bis Freitag sucht und nichts mit Schichtarbeit am Hut haben möchte, sollte sich nicht für eine Karriere als Polizist entscheiden. Andererseits hat der Wochenenddienst auch seine Vorteile.

Stattdessen hat man als Ausgleich unter der Woche frei und kann sich erholen oder persönliche Sachen erledigen, wenn alle anderen arbeiten.

Als Polizist ist man Beamter und genießt zahlreiche Vorteile des Staatsdienstes. Da die Kriminalität in der Zukunft nicht zurückgehen wird, hat man als Polizeibeamter einen krisensicheren Job und wird praktisch nie arbeitslos.

Der tägliche Kontakt mit Bürgern aber auch Gesetzesübertretern lässt keine Langeweile aufkommen und macht den Job interessant. Vor der Schicht weiß man nicht was einen erwartet und sieht jeden Tag etwas Neues.

Karriere als Polizist: Berufsperspektiven als Polizeibeamter/in
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Sladjan Lazic

Sladjan ist leidenschaftlicher Schreiber und Gründer von Karriereboss.de. Interessiert an den Themen Wirtschaft, Geschichte, Informatik und vielen anderen, schreibt er über gesellschaftliche Themen.

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