Arbeit in der Zukunft: Zusammenfassung der Blogparade 2018

Am 31. März 2018 habe ich zu meiner ersten Blogparade aufgerufen. Ich wollte wissen, wie die Arbeit in der Zukunft aussieht und wählte folgendes Thema der Blogparade:

Wie möchtest Du in der Zukunft arbeiten?

Zugegeben, ich war mir etwas unsicher, da das meine erste Blogparade nach knapp über einem Jahr meiner Bloggertätigkeit war. Ich hatte keinerlei Erfahrungen mit Blogparaden und wusste nicht, ob andere Blogger dem Aufruf folgen würden. Wer nicht wagt, der gewinnt nicht, dachte ich mir und legte los. Sehr schnell meldeten sich die ersten Blogger mit großartigen Artikeln zum Thema Arbeit in der Zukunft.

Arbeit in der Zukunft

Insgesamt machten 6 Bloggerinnen und Blogger bei der Blogparade mit. Im Aufruf für die Blogparade sind alle Artikel von teilnehmenden Bloggern aufgelistet.

Aus den Blogartikeln zur Blogparade habe ich viele interessante Erkenntnisse gewonnen und schreibe dazu als Zusammenfassung der Blogparade meine eigene Sichtweise zum Thema Arbeit in der Zukunft.

Arbeit in der Zukunft: Weniger Chefs, mehr Digitalität und Selbstbestimmung

Die Einstellung meiner Blogger-Kolleginnen und Kollegen ist einfach umwerfend.

Ja, die Blogger, YouTuber, Influencer, digitale Nomaden und andere Internetunternehmer haben es einfach begriffen.

Sie wollen nicht mehr für die Ziele ihrer Chefs arbeiten, sondern ihre eigenen verwirklichen.

Vorbei sind die grauen Zeiten der Beschäftigungsverhältnisse der 80er Jahre, als der Chef patriarchalisch und autoritär bestimmt hatte, wie Arbeitsgesetze ausgelegt werden.

„Mensch Junge, Du musst Dich doch anstrengen, um Dich in der Firma hochzuarbeiten.“

Warum? Dass ich dann von einem Sklaven zu einem aufgestiegenen Sklaven werde? Dass ich die freie Wahl habe, meine Gefängniszellenwände selbst zu dekorieren? Nein Danke!

Die Arbeit in der Zukunft – so sehen es alle Blogger die an der Parade teilgenommen haben – bietet ganz neue Erwerbsmöglichkeiten in den Creative industries.

Arbeit in der Zukunft

Das Informationszeitalter bietet durch die Digitalität eine noch nie dagewesene Diversität der Einkommensquellen.

Das Monopol eines einzigen Arbeitgebers auf das Humankapital eines Arbeitnehmers wird wegbrechen.

Während der Arbeitnehmer vormittags für den Chef in Teilzeit arbeitet, plant er schon für den Nachmittag den Termin mit einem Kunden, dem er ein Coaching gibt.

Nach dem Coaching wird er ein paar Stunden für die Produktion seines neuen YouTube Videos einplanen.

Währenddessen verkauft sich sein neues E-Book sehr gut und er erzielt ein solides passives Einkommen.

Die Zeiten in denen man nur einen Arbeitgeber und höchstens einen Nebenjob hatte, werden durch viele kleinere und größere Einkommensquellen ersetzt.

Die Arbeit in der Zukunft wird unter anderem auch in der Gig Economy stattfinden. Nicht immer wird die Beschäftigung in dieser gerecht sein, aber sie wird einen Beitrag dazu leisten, das Monopol und die Abhängigkeit von einem einzelnen Chef zu brechen.

Allemal wird sie für den Arbeitnehmer mehr Selbstbestimmung bedeuten.

Ich bin nicht an die Scholle gebunden

Rückblende. Der Bauer im 18. Jahrhundert lebte in feudalen Verhältnissen. Der Landesherr überließ seinen Gefolgsleuten die Nutzung eines Teiles seines Landes, inklusive der darauf lebenden Bewohner.

Obwohl die Bauern den überwiegenden Teil der Bevölkerung stellten, waren sie nicht die Eigentümer des von ihnen bestellten Landes. Es war Eigentum des Grundherrn und die Bauern hatten diesem hörig zu sein.

Arbeit in der Zukunft

Die Bauern waren an das zu bestellende Land – die Scholle – gebunden und hatten kein Recht, dieses Land zu verlassen. Sie galten als Bestandteil der Wirtschaftsgüter des Lehnsgutes und waren der Rechtssprechung ihres Herrn unterworfen.

Der Bauer des Mittelalters hatte sehr wenig Aussichten auf die Verbesserung seiner Lage und der Arbeit in der Zukunft.

Zurück ins Jahr 2018.

Im Art. 163 Abs. 1 S. 1 der Bayerischen Verfassung steht:

„Der Bauer ist nicht an die Scholle gebunden.“

An der Stelle der Grundherren stehen heute manche ausbeuterische Unternehmer, die die Belange und Rechte der Arbeitnehmer mit Füßen treten und nur eigene Interessen vertreten.

Viele Arbeitnehmer von heute sind die Bauern des 18. Jahrhunderts und statt an die Scholle, sind sie an die unsozialen Dienstpläne und gesetzeswidrige Anweisungen ihrer ausbeuterischen Arbeitnehmer gebunden.

Die Arbeit in der Zukunft wird diese Missstände nicht komplett beseitigen, sie bietet aber heute schon viele Chancen, erst gar nicht in diese Art berufliche Sklaverei zu kommen.

Ich habe bereits darüber geschrieben, wie man die berufliche und finanzielle Freiheit ein Stück für sich gewinnen kann.

Du musst heute kein Mobbing durch den Vorgesetzten ertragen und menschenunwürdig arbeiten und bist nicht darauf angewiesen in einem Brotjob Dein Dasein zu fristen.

Du bist nicht an die Scholle gebunden.

Holokratie als Zukunftsmodell?

Schauen wir uns doch mal das traditionelle Bild in den Unternehmen in Deutschland an. Am häufigsten wird die These vertreten:

„Der Chef schafft die Arbeit an. Seine Entscheidungen sind auszuführen und nicht infrage zu stellen.“

Soweit so gut. Hmm, nur … sind denn die Entscheidungen und Anweisungen des Chefs auch dann zu befolgen, wenn sie, sagen wir mal, gegen Gesetze verstoßen? Oder wenn der Chef selbst Gelder veruntreut, Mitarbeiter schwarz beschäftigt, Steuern hinterzieht etc.?

Ja ich weiß, ein ziemlich übertriebenes Bild und mit einer Brise Sarkasmus untersetzt.

Lassen wir doch solche Straftaten wie Steuerhinterziehung mal beiseite. Soweit muss man gar nicht denken. Straftaten wird es sicherlich auch in der Arbeit in der Zukunft geben.

Wie sieht es mit einem cholerischen Chef aus? Oder mit einem Alkoholiker?

Haben solche Chefs das Recht auf Unfehlbarkeit und Unantastbarkeit? Wohl kaum.

Ich schreibe das deswegen, weil ich beide Sorten von Vorgesetzten schon hatte, vom Alkoholiker bis zum Choleriker und Tyrannen. Und alle sah ich kommen und gehen.

Was ich in meinen Blogartikeln immer wieder erwähne ist, dass die Unternehmenskultur in vielen deutschen Firmen – ein Konstrukt aus dem vorletzten Jahrhundert – solche Chefs gewähren lässt.

Was ist aber die Alternative?

In den letzten Jahren hört man viel von der Holokratie.

Holokratie
Es ist ein Konzept, welches transparent alle Mitarbeiter eines Unternehmens einbindet und an den Entscheidungen teilnehmen lässt.

Praktisch ausgedrückt, heute führt Dein Chef, morgen Du, übermorgen Dein Kollege.

Diese Art von Arbeit in der Zukunft klingt doch ziemlich interessant, oder? 😉

Auch wenn es verlockend klingt, doch Holokratie ist ein sehr junges und unerprobtes Führungskonzept.

Es gibt noch sehr viele Zweifel an der praktischen Umsetzung.

Ob mit oder ohne Holokratie – manche Arbeitgeber werden in Zukunft das Bild vom Mitarbeiter als Eigentum überdenken müssen.

Wie möchte ich in der Zukunft arbeiten?

Meine Sicht der Dinge ist sicherlich durch meine eigenen Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt geprägt.

Nicht alles ist so schwarz wie vorhin beschrieben, aber das Leben schreibt die unglaublichsten, größten und manchmal leider schlimmsten Geschichten.

Jemand anders der nicht fast 20 Jahre in der Dienstleistung gearbeitet hat, sondern in einem geordneten Unternehmen, würde keinesfalls meine Einstellung teilen.

Und das ist auch in Ordnung so.

Wo ich im Aufruf zu dieser Blogparade schon geschrieben hatte, war ich selbst viele Jahre nur Beobachter meiner eigenen Misere und Handlungsunfähigkeit. Ich habe immer nur erwartet, dass jemand mir etwas gibt, einen tollen Job oder eine Chance.

Irgendwann begriff ich, dass ich in einer gigantischen Seifenblase leben und arbeite und änderte ab 2015 meine Einstellung und begann zuerst mit dem Minimalismus mein Leben zu ändern.

Im Frühjahr 2016 hatte ich interessante reale Begegnungen mit Menschen, die sehr erfolgreich im Leben sind und begann, wie diese Leute zu denken. Ab diesem Jahr arbeite ich aktiv daran, meine Arbeit in der Zukunft nach meinen eigenen Vorstellungen zu kreieren.

Arbeit in der Zukunft

Das radikale Umkrempeln meiner Finanzen und der Minimalismus waren der Anfang. Es folgte dieser Blog, erste Aufträge als Webdesigner, mein YouTube Kanal und die Nischenwebsite Werkschutzportal.

Wohin die Reise führt, schauen wir mal, sie wird jedenfalls digital und selbstbestimmt.

Meine Arbeit in der Zukunft wird so sein, dass ich machen werde was mir gefällt und wo meine Leidenschaft ist.

Arbeit in der Zukunft – Fazit

Hier wären wir am Ende meiner ersten Blogparade zum Thema Arbeit in der Zukunft angekommen.

Mein Rat an jede Bloggerin und jeden Blogger, vor allem an die Neuen:

Macht bei Blogparaden mit und veranstaltet eigene Paraden.

Seit dem Launch dieser Blogparade haben sich meine Besucherzahlen um 17 Prozent erhöht. Ich werde auf jeden Fall in diesem Jahr an mindestens einer Blogparade teilnehmen.

Vielen Dank nochmals an alle Blogger die teilgenommen und wirklich großartige Blogartikel eingereicht haben.

Die Links findet ihr im Aufruf zur Blogparade.

Arbeit in der Zukunft: Zusammenfassung der Blogparade 2018
5 (100%) 3 votes

Sladjan Lazic

Sladjan ist leidenschaftlicher Schreiber und Gründer von Karriereboss.de. Interessiert an den Themen Wirtschaft, Geschichte, Informatik und vielen anderen, schreibt er über gesellschaftliche Themen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.