Englische Vokabeln lernen: Mit diesen Tipps lernst Du schneller und einfacher

Jeder Englischlerner sollte intensiv englische Vokabeln lernen. Diese gehören zu den elementaren Bausteinen jeder Sprache und sind essenziell. Insbesondere wenn man beruflich mit der englischen Sprache zu tun hat, benötigt man ein fachspezifisches Vokabular. Denn ohne einen soliden Grundwortschatz wird man seine Kenntnisse in der Grammatik und dem Satzaufbau nicht anwenden können. Englische Vokabeln zu lernen heißt – pauken, pauken, pauken und macht nicht immer Spaß. Doch mit der richtigen inneren Einstellung und einer Umstellung Deiner Lernumgebung kannst Du den Lernprozess um ein Vielfaches angenehmer gestalten.

englische Vokabeln lernen

In diesem Blogartikel bekommst Du wichtige Tipps, wie Du schneller und vor allem einfacher englische Vokabeln lernen kannst.

Englische Vokabeln lernen: Warum diese wichtig sind

Für das Erlernen einer Fremdsprache muss man zum einen wissen, wie die Wörter lauten. Weiter ist es wichtig, die Reihenfolge und die Wendung der Wörter zu kennen. Der dritte Punkt ist die Aussprache. Dieser ist für den aktiven Gebrauch unerlässlich. Diese drei Punkte können im Lernprozess kombiniert oder separat angewandt werden.

Vokabeln und Grammatik werden im Schulunterricht separat behandelt. Es ist bekannt, dass viele Schüler mit dieser Methode Schwierigkeiten haben. Wenn sie so englische Vokabeln lernen, erscheint ihnen die Sprache sehr theoretisch und trocken. Dennoch wir kein Kind ums Vokabeln lernen herumkommen, da diese in der Schule in mündlichen und schriftlichen Tests abgefragt werden.

Für all diejenigen, die sich nicht den kompletten Artikel durchlesen möchten, helfen diese drei Tipps:

  • Vokabeln laut aussprechen
    Wenn man englische Vokabeln lernen möchte, sollte man diese nicht nur in Gedanken wiederholen. Um sich diese besser einzuprägen, sollte man die Vokabeln laut aussprechen.
  • Sport und Bewegung
    Bekanntlich hilft Sport gegen Müdigkeit und Bewegung verbessert die Merkfähigkeit. So sollte man, wenn man zu Hause lernt, immer wieder aufstehen und seinen Kreislauf aktivieren. Man sollte während eines ausgiebigen Spazierganges oder einer Wanderung englische Vokabeln lernen.
  • Visuell lernen
    Es ist erwiesen, dass sich Menschen bestimmte Dinge oder Wörter besser merken können, wenn sie diese mit einem Gegenstand verbinden können. Wenn Du also das Bild von einem Pferd mit dem Substantiv horse verbindest, wirst Du effektiver englische Vokabeln lernen können.

Englische Vokabeln lernen: Wie das Gehirn funktioniert

Wenn Du noch Anfänger mit sehr geringen oder keinen Englischkenntnissen bist, solltest Du Dir diesen Abschnitt genau durchlesen. Es ist nämlich wichtig zu begreifen, wie unser Gehirn funktioniert und Sprachen lernt.

englische Vokabeln lernen

Das menschliche Gehirn arbeitet ständig, ohne Unterbrechungen. Es nimmt permanent Informationen auf und speichert diese wie ein Rechner auf der Festplatte. Wenn es denn so ist, dann müsste es im Grunde sehr leicht sein, eine neue Sprache zu lernen? Demzufolge sollte es einfach sein, wenn man englische Vokabeln lernen möchte. Wenn man einige wichtige Faktoren berücksichtigt, kann das Lernen sogar Spaß machen. Denn unser Gehirn speichert nicht alle Informationen dauerhaft. Viele Informationen werden nur im Kurzzeitgedächtnis gespeichert und verweilen nicht lange.

Die notwendigen Verknüpfungen im Gehirn entstehen nicht und die vom Gehirn aufgenommene Information wird nicht als wichtig anerkannt. Doch für das Lernen von Vokabeln ist das Langzeitgedächtnis von Bedeutung. Nur wenn die Informationen dort landen, wird man erfolgreich englische Vokabeln lernen können. Nur, wie bekommt man eine bestimmte Information ins Langzeitgedächtnis?

Ob das Gehirn eine Information als wichtig oder unwichtig bewertet, hängt von der damit verbundenen Emotion ab.

Dazu ein kleines Beispiel: Nehmen wir an Du bist ein technikbegeisterter Mensch und interessierst Dich überhaupt nicht für Geschichte. Kannst Du Dich an eine bestimmte Schlacht aus dem Geschichtsunterricht während Deiner Schulzeit erinnern? Höchstwahrscheinlich nicht. Doch sicherlich wirst Du Dich an den Informatikunterricht erinnern. Als technikbegeisterter Computerfreak wirst Du jeder Unterrichtsstunde aufmerksam gefolgt und alle nur erdenklichen und für Dich interessanten Informationen aufgesaugt haben. Und warum? Weil Du starke Emotionen für dieses Thema empfindest.

Dasselbe ist es, wenn Du englische Vokabeln lernen möchtest. Wenn die innere Einstellung zum Lernen negativ ist, wirst Du in der Regel nicht sonderlich Lust haben, englische Vokabeln zu lernen.

Englische Vokabeln lernen: Zwei wirkungsvolle Methoden

Vokabeln gehören zu den absoluten Grundlagen eines jeden Sprachstudiums. Dabei zählt vor allem eines: Regelmäßigkeit! Es nützt wenig, einmal in der Woche oder in zwei Wochen eine Megalektion von mehreren Stunden durchzuarbeiten. Besser ist es, jeden Tag eine halbe Stunde oder 20 Minuten englische Vokabeln zu lernen.

Dabei gibt es mehrere Methoden, die erfolgreich zum Ziel führen:

  • Lernen mit Karteikarten
  • Klebezettel anbringen.

Das Lernen mit Karteikarten ist eine sehr wirkungsvolle und über Jahre erprobte Methode, wenn man englische Vokabeln lernen möchte. Ein Karteikarten-System lässt sich relativ günstig erstellen. Man benötigt dazu einen Pappkarton (für ein Paar Euro kann man auch einen Behälter aus Kunststoff kaufen). Der Behälter sollte so breit sein, dass eine Karteikarte in voller Breite hinein passt. Dem Behälter sollte man verschiedene Fächer zuordnen. Als Nächstes kauft man sich passende Lernkarten. Auf der einen Seite der Karteikarte schreibt man die entsprechende Vokabel in Englisch und auf der Rückseite auf Deutsch auf.

Nachdem Du die ersten zehn Lernkarten erstellt hast, legst Du diese in das erste Fach ab. Dann lernst Du Karte für Karte schrittweise. Kannst Du die Vokabel korrekt wiedergeben, legst Du die Karte ins zweite Fach ab und machst weiter. Hast Du das Wissen noch nicht gefestigt, bleibt die Karte vorerst im ersten Fach. Diesen Vorgang wiederholst Du solange, bis die Vokabeln „sitzen“.

Die Verwendung von Klebezetteln ist eine tolle Methode, wie Du englische Vokabeln lernen kannst. Dies ist besonders für den visuellen Lerntyp geeignet. Bringe überall zu Hause Klebezettel oder größere Blätter mit englischen Wörtern, Fachbegriffen und kurzen Dialogen an. Im Wohnzimmer, in der Küche, im Gang, ja, sogar im Bad. Jedes Mal, wenn Du daran vorbeigehst und diese liest, wirst Du unbewusst englische Vokabeln lernen.

Digital lernen mit Apps

englische Vokabeln lernen

Wer dagegen lieber papierlos und digital englische Vokabeln lernen möchte, hat eine Menge kostenloser Apps für das Smartphone oder den Tabletrechner zur Auswahl. Ich bevorzuge selbst das papierlose Büro und arbeite lieber mit digitalen Tools. Denn, mit einer Box mit Lernkarten lässt es sich nicht wirklich angenehm in der U-Bahn oder im Bus lernen. Mit einem Smartphone dagegen schon.

Nachfolgend findest Du fünf kostenlose Vokabeltrainer-Apps für die Mobil-Betriebssysteme Android und iOS:

  • Memorion Flashcard Learning
    Eine kostenlose App für Android mit 33 Sprachen und einem Grundwortschatz zwischen 700 und weit über 1200 Wörtern.
    Memorion Flashcard Learing im Google Play Store.
  • Lerne Englisch-Wörter
    Mit diesem kostenlosen Vokabeltrainer kannst Du einfach englische Vokabeln lernen. Die App umfasst 34 Sprachen und über 10.000 Wörter pro Sprache für Android und iOS.
    Lerne Englisch-Wörter im Google Play Store.
  • LEO Wörterbuch
    Diese App funktioniert nach dem Karteikastensystem und erweitert ständig das Angebot. Die App ist für Android und iOS verfügbar.
    LEO Wörterbuch im Google Play Store.
  • Quizlet: Sprachen lernen mit Karteikarten
    Mit dieser App kannst Du sehr effektiv englische Vokabeln lernen. Sie bietet eine große Auswahl an Karteikarten-Sets und ist für Android und iOS verfügbar.
    Quizlet im Google Play Store.
  • Fun Easy Learn
    Dieser Vokabeltrainer bietet 28 Sprachen und einen vorinstallierten Wortschatz von 6.000 Wörtern für Android und iOS.
    Fun Easy Learn im Google Play Store.

Lernen mit Händen und Füßen

Jeder kennt das sprichwörtliche Verständigen „mit Händen und Füßen“. Dass sich mit dieser Methode englische Vokabeln lernen lassen, wissen die wenigsten. Forscher sagen, dass sich durch den Einsatz von Gesten die Lernleistung erheblich steigern lässt.

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Die ersten Versuche, den menschlichen Körper beim Lernen einzusetzen, unternahm im Jahr 1967 der US-Amerikanische Psychologe James Asher. Dabei wies er seine Schüler zu konkreten Handlungen an: „Open the book.“ Dabei glaubte Asher, dass seine Methode den Erstspracherwerb simuliere und den Lernprozess natürlich gestalte. Anfang der 1980er Jahre belegten zahlreiche Studien, dass der Körper den Geist beim Lernen unterstützen kann. An der Universität Saarbrücken wiesen der Psychologe Johannes Engelkamp und seine Mitarbeiter nach, dass sich Wörter und einfache Sätze mithilfe von Gesten besser lernen und im Gedächtnis behalten lassen. Diesen Effekt führten die Forscher auf eine „motorische Spur“ zurück. Diese baute die Ausführung der Bewegungen zusätzlich ins Wortgedächtnis. Somit ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich durch Gesten englische Vokabeln lernen lassen.

Die Wissenschaftler erweiterten damals die gängige „Theorie der dualen Kodierung“ des Kanadiers Allan Paivio. Dieser ging davon aus, dass das Gehirn vor allem zwei Arten von Informationen speichere – visuelle und verbale. In der Folge bestätigten amerikanische und skandinavische Psychologen Engelkamps Ergebnisse. Nach vielen Jahren erreichte das Wissen die Praxis des Sprachunterrichts.

Englische Vokabeln lernen: Wirkungsvolle Tipps

Nachdem wir uns also verinnerlicht haben, wie das menschliche Gehirn funktioniert und mit welchen Methoden man grundsätzlich englische Vokabeln lernen kann, können wir mit der praktischen Umsetzung beginnen:

Mit den nachfolgenden Tipps wird Dir das Lernen von Vokabeln richtig Spaß machen:

1. Selbstgespräche führen

Obwohl dies das erste Zeichen für Wahnsinn sein kann, so kann es beim Lernen von Vokabeln äußerst nützlich sein. Kreative Menschen führen oft Selbstgespräche. Man kann beispielsweise beschreiben, was man gerade tut. Oder man denkt an eine bestimmte Tätigkeit und beschreibt diese auf Englisch. Viele Redner und Keynote-Speaker bereiten sich auf ihre Reden durch Selbstgespräche vor. Bevor ich mich vor die Kamera stelle, um ein YouTube-Video zu produzieren, gehe ich das Thema nochmal in einem Selbstdialog durch.

2. Lesen

Es gibt wohl kaum eine bessere Methode, mit der man englische Vokabeln lernen kann – Lesen. Dabei müssen es anfangs nicht Bücher sein, ist man noch Anfänger, kann man mit der Zeitung anfangen – noch besser, mit einer kostenlosen News-App.

Das Lesen von Nachrichten bringt weitere Vorteile mit sich: Auf diese Art und Weise lernt man viel über das Land und die Kultur. Indem man englische Vokabeln lernt, lernt man viel über das politische Geschehen in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und anderen englischsprachigen Ländern. Man lernt die Kultur und die Denkweise der Länder kennen und kann somit leichter englische Vokabeln lernen. Außerdem eignet man sich gute Kenntnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse an.

Nach und nach sollte man sich trauen, Bücher in Englisch zu lesen. Auch wenn der Wortschatz noch nicht ausreicht, um alles zu verstehen, sollte man weitermachen – es ist schließlich alles Übung! Wenn man sich noch sicher ist, sollte man mit einfacheren Büchern anfangen. Mein erstes Buch, welches ich in Englisch gelesen habe, war A Storm of Swords* (dt. Ein Sturm der Schwerter) von George R. R. Martin.

3. Filme mit Untertiteln anschauen

Diese Art zu lernen ist mein persönlicher Favorit. Mit Filmen lernt man am schnellsten eine Fremdsprache, vor allem wenn es um die Lieblingsfilme handelt. Dabei lässt man einfach die Filme und Serien in der Originalsprache Englisch laufen und schaltet die Untertitel ein. Dadurch wird man quasi unterbewusst englische Vokabeln lernen.

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Mein Tipp: Einfach die Lieblingsfilme aus der Kindheit in Englisch anschauen. Dabei wirst Du erstaunliches feststellen, wie z. B. die komplett falsche deutsche Synchronisation bei einigen Dialogen. Wenn man doch lieber YouTube-Videos oder TV anschauen möchte, so kann diese Methode auch für diese beiden Medien verwendet werden.

4. Radiosender hören

Mithilfe von englischen Radiosendern kannst Du auch wirkungsvoll englische Vokabeln lernen. Der wohl bekannteste Sender ist BBC, der viele interessante Themen bereitstellt. Mit BBC Podcasts hast Du eine riesige Auswahl an zugeschnittenen Themen, die Du mit einem Klick abrufen und anhören kannst. Du kannst mit einem Podcast Deinen Tag starten oder Dir diesen im Auto auf dem Weg in die Arbeit anhören. Der Lerneffekt ist garantiert.

5. Inventur machen

Eine Inventur machen und dadurch englische Vokabeln lernen? Klingt etwas außergewöhnlich, kann aber eine wahre Lernhilfe sein. Dabei muss eine keine vollständige kaufmännische Inventur sein. Du kannst eine Inventur aller Gegenstände zu Hause machen und diese ins Englische übersetzen. Jedes Mal, wenn Du Dein Bügeleisen in der Hand hältst, wirst Du wissen, dass es The Iron ist. 😉

Englische Vokabeln lernen – Fazit

Es gibt viele Wege, wie man englische Vokabeln lernen kann. Wichtig ist dabei, dass es Spaß macht. Emotionen sind das A und O beim Lernen von Sprachen. Andernfalls wird es zum Zwang und verfällt zum stumpfen Auswendiglernen. Mit den in diesem Artikel beschriebenen Wegen und Methoden hast Du auf jeden Fall die besten Tipps fürs Lernen von Vokabeln.

Nutze die vielen kostenlosen Angebote wie Apps und YouTube-Lernkanäle, doch investiere auch etwas Geld in kostenpflichtige Tools und Kurse*. Gerade diese werden Dir mehr bieten und Dein Lernlevel auf eine höhere Stufe heben. Wenn Du Dich auf eine bestimmte Prüfung oder einen Test vorbereitest, wirst Du feststellen, dass die kostenfreien Angebote irgendwann an deren Grenzen stoßen.

Wenn Du englische Vokabeln lernen willst, habe vor allem Geduld und lasse Dir Zeit. Lerne auch regelmäßig. Lieber jeden Tag 15 Minuten statt einmal in der Woche zwei Stunden. Viel Spaß und Erfolg!

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Sladjan Lazic

Sladjan ist Blogger aus Leidenschaft und Gründer von Karriereboss.de. Interessiert an den Themen Wirtschaft, Geschichte und Informatik, bloggt er seit 2017 über Arbeit, Karriere und digitale Medien. Zuvor war er 17 Jahre als Fachkraft für Schutz und Sicherheit in der Sicherheitswirtschaft tätig.
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