Intelligente Informationen: Wie diese unsere Zukunft prägen

Lisa Mümmler, Onlineredakteurin und Bloggerin beim iiBlog hat zu einer Blogparade aufgerufen. Das Thema lautet: Wie prägen intelligente Informationen unsere Zukunft? Dem Aufruf zu dieser äußerst interessanten Blogparade folge ich sehr gerne und schreibe darüber, wie intelligente Informationen meine Arbeit in den letzten 15 Jahren verändert haben. Auch werfe ich einen Blick in die Zukunft und zeige, wie sich das Arbeitsleben durch die Industrie 4.0 und die zunehmende Nutzung der künstlichen Intelligenz verändern wird.

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Welche Ängste und Hoffnungen in Zusammenhang mit intelligenten Informationen entstehen und wie wir diese bändigen können, erfährst Du in diesem Artikel.

Intelligente Informationen: Von der einfachen bis zur intelligenten Information

Das Wort ist die Information. Alles beginnt mit dem Wort und somit mit der Information. Das gesprochene oder geschriebene Wort ist die Basis für die Kommunikation (lat. communicatio, dt. Mitteilung). Kommunikation ist der Austausch oder Übertragung von Informationen und kann verschiedenartig erfolgen, entweder verbal oder nonverbal. Das gesprochene Wort stellt in der Informationstheorie nur eine der vielen Formen der Übermittlung dar. Die Information kann die Form von Signalen oder einem Code annehmen.

Die Information führt beim Empfänger zu einem Wissenszuwachs.

Ohne die Information wäre die Metaphysik als eine Grunddisziplin der Philosophie nicht möglich. Die Beschreibung der Ursachen, Voraussetzungen, der allgemeinsten Strukturen und Gesetzlichkeiten sowie vom Sinn der Realität und des Seins wäre ohne die Information nicht möglich. Die Entwicklung der Menschheit – von der Beherrschung des Feuers, über die Sesshaftigkeit bis zur industriellen Revolution und der heutigen Informationsgesellschaft – wäre ohne die Information nicht gelungen.

In der Philosophie wird die Informationsübermittlung durch die Dialektik veredelt. Dialektik ist abgeleitet vom griechischen διαλεκτική (τέχνη) und bedeutet Kunst der Unterredung. Bedeutende Philosophen und Gesellschaftstheoretiker des 18. Jahrhunderts wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Karl Marx bedienten sich der Dialektik in ihren Werken.

Intelligente Informationen finden sowohl in der modernen Computertechnologie als auch in der Informationsübermittlung in der Antike Anwendung. Vermutlich um 1100 v. Chr. wurde im indochinesischen Raum eine mechanische Rechenhilfe mit dem Namen Abakus verwendet. Diese Rechenhilfe wurde noch bis ins 17. Jahrhundert verwendet und durch die ersten Rechenmaschinen ersetzt. Einen ähnlichen Zweck hatte das Rechenbrett des Pythagoras.

In der Gegenwart finden intelligente Informationen einen festen Platz in der elektronischen Datenverarbeitung und bilden die Grundlage dieser. Moderne Computer, Smartphones, Betriebssysteme, Telekommunikationsnetze, das Internet, die Suchmaschinen und alle datenverarbeitenden Subjekte kommen ohne intelligente Informationen nicht aus.

Intelligente Informationen: KI vs. Mensch

Eine einzelne Information alleine hat noch lange keinen Wert. Erst durch die komplexe Verbindung mit zig Milliarden und Billionen anderer intelligenter Informationen wächst sie zu einem realen Endprodukt, z. B. einer Software, heran. Eine Idee ist bereits eine erste Information. Doch die Idee für die Erfindung einer Dampfmaschine alleine wird noch lange keine Dampfmaschine als Endprodukt hervorbringen. Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung steigt die Lern- und Entwicklungskurve exponentiell. Das bereits vorhandene Wissen verkürzt die Grundlagenforschung und beschleunigt die Entwicklung neuer Technologien.

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Wie gut sich heute intelligente Informationen mit der künstlichen Intelligenz ergänzen, zeigt eine Partie aus dem Jahr 2016. Damals trat der südkoreanische Großmeister des asiatischen Brettspiels Go, Lee Sedol, gegen das von Google Deepmind entwickelte Computerprogramm AlphaGo. Und verlor. Anschließend trat der beste chinesische Spieler Ke Jie gegen den Algorithmus und verlor ebenfalls.

Ein anderes Beispiel für die Macht der künstlichen Intelligenz zeigt eine Auktion bei Christies‘s in New York. Dort bezahlte ein Käufer 432.500 Dollar für ein Gemälde, welches von einer Maschine gemalt wurde. Drei IT-Studenten aus Paris entwickelten ein Programm und fütterten dieses mit gut 15.000 Porträts aus dem traditionellen Kunstkanon. Auf dieser Datenbasis ließen sie den Algorithmus malen. Durch intelligente Informationen in Verbindung mit Programmiercode, entstand das fast eine halbe Million Dollar teure Gemälde.

Man kann seiner Fantasie ruhig freien Lauf lassen bei der Vorstellung, was alles in Zukunft dank der künstlichen Intelligenz möglich sein wird.

Wie intelligente Informationen meine Arbeit verändert haben

Wenn ich an meine Kindheit und Jugend in den 90ern zurückblicke, so erinnere ich mich an die Spielkonsolen der damaligen Zeit: SEGA Mega Drive, Super Nintendo Entertainment System und Game Boy von Nintendo. Zu dieser Zeit war Microsoft Windows 3.1 im Einsatz und John Berners-Lee erfand die Auszeichnungssprache HTML (Hypertext Markup Language) und begründete das World Wide Web. An ausgereifte Anwendungen im WWW wie wir sie heute kennen, war damals nicht einmal daran zu denken.

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Der erste Webserver der Welt, Anfang der 1990er Jahre

Ich bezweifle, dass John Berners-Lee sich hätte jemals vorstellen können, dass intelligente Informationen den Weg ins Cloud-Computing und auf mobile Geräte, dafür zehnfach leistungsstärker als die stärksten Supercomputer der 60er Jahre, finden werden. Damals gab es keine Suchmaschine wie Google, keine Video-Plattform wie YouTube und erst recht keine sozialen Netzwerke wie Facebook oder Instagram. Es sollte noch gut 20 Jahre dauern, bis wir alle leistungsstarke Mini-Computer mit uns tragen und dank der schnellen LTE-Technologie, bald 5G, den Zugang zum Wissen der Welt in der Hosentasche haben.

Intelligente Informationen und deren Nutzung haben in den letzten zehn Jahren meine Arbeit grundlegend verändert. Im Jahr 2007 begann ich, mehr mit einem Computer zu machen, als nur im Internet zu surfen, Musik zu hören und Filme zu schauen. Ich lernte HTML und baute meine ersten kleinen Websites für den Privatgebrauch. Damals noch roh in HTML, ohne CMS und sogar ohne CSS. Irgendwann kam CSS dazu und ich begann, ein wenig mit PHP zu experimentieren. Dennoch blieb Webdesign für viele Jahre nur ein Hobby.

Der Aufbau einer ernsthaften Onlinetätigkeit begann 2016 und im Folgejahr startete ich den Blog Karriereboss. Durch diesen bekam ich meine ersten Aufträge im Webdesign sowie als Texter und Content-Creator. Heute verdiene ich einen wesentlichen Teil meines Geldes im Internet und habe ein Stück Unabhängigkeit von sozialversicherungspflichtiger Arbeit erlangt.

Ethik lässt sich nicht programmieren

Intelligente Informationen sind heute wichtiger wie nie zuvor. Die komplexen Infrastrukturen halten die globale Wirtschaft zusammen und sorgen dafür, dass Waren, Dienstleistungen und Informationen weltweit ausgetauscht werden. Die Entwicklung der „narrow artificial intelligence“, einer auf singuläre Probleme zugeschnittene Intelligenz, die diese besser als der Mensch löst, macht vielen Ängste. Werden irgendwann die Maschinen die Welt übernehmen? Wird der Mensch die Kontrolle verlieren?

Diese Sorge ist nicht ganz unbegründet. Aus der Sicht vieler Wissenschaftler jedoch, ist die KI von der Entwicklung solcher Maschinen, die das menschliche Gehirn übertrifft, noch Lichtjahre entfernt. Über solche Konzepte wird derzeit – zumindest öffentlich – auch nicht gedacht. Vielmehr geht es um den Einsatz von RPA (Robotic Process Automation) und intelligente Informationen in der Industrie 4.0. Dort wo Roboter eingesetzt werden können, wird der Mensch entlastet. Zu welchen Problemen eine Vollautomatisierung bei der Herstellung von Autos führen kann, konnte bei der Produktion des Model 3 von Tesla beobachtet werden.

Auf Dauer wird sich der Mensch durch die künstliche Intelligenz nicht selbst abschaffen wollen, dies widerspricht alleine schon dem Selbsterhaltungstrieb. Es ist schwer bis unmöglich vorstellbar, dass die KI menschliche Gefühle und Ethikvorstellungen lernen kann.

Intelligente Informationen – Fazit

Unsere Welt von heute ist durch intelligente Informationen geprägt. Jeder Bit und Byte ist eine kleine Information, die durch die Synergie zu einem großen Datenpaket wird. Hunderttausende, Millionen, Milliarden und Billionen von Datenpaketen steuern alle digitalen Abläufe in der Wirtschaft und im Privatleben.

Umso mehr werden intelligente Informationen in der Zukunft wichtiger. Durch zunehmende Streams wird die Menge an Video-Daten in der Zukunft explodieren, sodass ganz neue Speicher- und Datenformate zum Einsatz kommen werden. Die klassische, analoge Information, die nur auf der Relation vom Sender zum Empfänger unterwegs ist, wird durch die intelligente Vernetzung von Informationen abgelöst.

Die Zukunft heißt: Die passende Information, zu jeder Zeit, an jedem Ort und auf jedem Gerät.

Sladjan Lazic

Sladjan ist Blogger aus Leidenschaft und Gründer von Karriereboss.de. Interessiert an den Themen Wirtschaft, Geschichte und Informatik, bloggt er seit 2017 über Arbeit, Karriere und digitale Medien. Zuvor war er 16 Jahre als Fachkraft für Schutz und Sicherheit tätig.
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