Lufthansa im ersten Quartal mit einem Milliardenverlust

Während die Corona-Krise weite Teile des öffentlichen Lebens sowie der Wirtschaft lahmlegt, leiden einzelne Unternehmen immens unter den Folgen der Pandemie. Besonders schwer hat es die Lufthansa getroffen. Erstmals liegen konkrete Zahlen vor, die das Ausmaß der Krise offenlegen.

Verhandlungen mit Regierungen

Wie der SPIEGEL unter Berufung auf das Unternehmen berichtet, beträgt der operative Verlust 1,2 Milliarden Euro. Für das zweite Quartal werde ein noch höheres Minus erwartet. Da derzeit nicht absehbar ist, wann der Flugbetrieb wieder ausgeweitet werden kann, trifft die Krise das Unternehmen ins Mark. Der Dax-Konzern teilte mit, dass man im März gut 1,4 Milliarden Euro verloren hat. Nach erneuten Aufnahmen von Krediten verfügt Lufthansa über 4,4 Milliarden Euro Cashflow. Dieser dürfte in den nächsten Wochen deutlich zurückgehen, heißt es.

Aufgrund der eingetretenen Entwicklung verhandelt Lufthansa derzeit mit den Regierungen von Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien über verschiedene Finanzierungsinstrumente, um die Zahlungsfähigkeit zu erhalten. Infrage kommen Kredite, Bürgschaften und stille Beteiligungen sowie direkte Staatsbeteiligungen.

Sladjan Lazic

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